Wie soll dein In-Ear Kopfhörer klingen? Gut natürlich, das ist klar. Aber jeder Mensch empfindet Musik anders. Kein Gehör ist gleich und somit können auch die Vorlieben bei der Musikwiedergabe weit auseinander gehen. Umso wichtiger ist, dass du deinen In-Ear Kopfhörer nicht blind – bzw. taub – kaufst, ohne dir vorher Gedanken gemacht zu haben. Welche Genres hörst du am liebsten? Jemand, der großer Klassikfan ist, wird vermutlich andere Kopfhörer vorziehen, als jemand, der mit Hip Hop groß geworden ist.
Sollen sie dir den Bass um die Ohren fliegen lassen oder Stimmen besonders gut herausarbeiten? Wie sieht es mit der Bühnenabbildung aus? Auf diese und viele weitere Fragen gehen wir in unseren Tests ein und sprechen dir am Ende eine Empfehlung aus. So kannst du dir einen ersten Eindruck davon machen, ob ein In-Ear klanglich zu dir passt oder nicht. Letztendlich musst du jedoch deinen eigenen Ohren vertrauen.
Möchtest du Sport treiben ohne von großen Bluetooth-Kopfhörern oder gar HiFi-Kopfhörern dabei gehindert zu werden? Dann sind In-Ears die einzige konsequente Alternative. Willst du auch noch auf den Kabelsalat im Rucksack oder der Hosentasche verzichten, bleibst du automatisch bei True-Wireless-Kopfhörern hängen. Wo aber kein Kabel mehr ist, um die Kopfhörer zusammenzuhalten, ist ein fester Sitz in deinem Ohr umso wichtiger.
Wie schon gesagt gleicht kein Ohr dem anderen. Sind die In-Ears zu klein oder zu groß, finden sie keinen festen Halt oder tun dir im schlimmsten Fall weh. Entspanntes Langzeithören ist in beiden Fällen nicht mehr möglich. Einige Kopfhörer, wie die Powerbeats Pro von Beats, setzen auf kleine Bügel, die du um dein Ohr legst. So fallen die Kopfhörer vermutlich auch beim Handstand nicht heraus. Grundsätzlich legen aber die allermeisten Hersteller mehrere Silikonstöpsel in verschiedenen Größen dazu. Auf die Art kannst du die Klangknöpfe an dein Ohr anpassen.
Vielleicht ist es dir auch schonmal passiert: du hörst entspannt Musik über deine In-Ear-Kopfhörer und plötzlich fühlst du dich, als hättest du ein Stethoskop um. Jedes mal wenn das Kabel deines Kopfhörers gegen den Tisch stößt oder an deiner Kleidung entlangstreicht, entstehen Störgeräusche. Durch die physische Einwirkung auf das leitende Kabel werden dessen elektrische Eigenschaften verändert. Knistern, Rauschen und Knacken können die Folgen sein. Abhilfe schaffen hier gut isolierte Kabel oder ganz auf das Kabel zu verzichten.
Kabellose Kopfhörer haben dieses Problem natürlich nicht. Ein dick isoliertes Kabel hat allerdings den Vorteil, dass es sich nicht mehr so schnell verknotet. Noch mehr kabellose In-Ear Kopfhörer findest du in unserer Liste der besten True Wireless Kopfhörer.
Solltest du dich für einen kabellosen Kopfhörer entscheiden – also einen, der das Musiksignal via Bluetooth empfängt – ist die nächste Frage, die du dir stellen solltest, wie lange ihr Akku hält. Es ist erstaunlich, wie lange selbst die kleinsten Knöpfe inzwischen durchhalten, bevor sie keinen Saft mehr haben. Die meisten Kopfhörer spielen mindestens 5 Stunden Musik, bevor du sie in ihr Ladecase stecken musst. Die Sennheiser Momentum True Wireless 2 schaffen sogar 8 Stunden mit ANC und 16 Stunden ohne.
Oftmals reichen dann schon einige Minuten im Ladecase um erneut eine Stunde Musik genießen, oder deinen Lieblings-Podcast hören zu können. Diese Schnellladefunktion bieten inzwischen so gut wie alle Hersteller an. Insgesamt reichen die Ladekapazitäten von Kopfhörer und Ladecase oftmals für bis zu 24 Stunden. Inzwischen ist es üblich, dass das Ladecase die Laufzeit um das dreifache verlängern kann. Für die Zugfahrt quer durch Deutschland bist du also definitiv gewappnet. Bei kabelgebundenen In-Ear Kopfhörern hingegen musst du dir keine Sorgen um den Akkustand machen. Solange dein Smartphone oder DAP genug Saft hat, spielen deine In-Ears ohne Pause.
Wenn du mit deinen Kopfhörern auf Tauchstation gehen und deine Umwelt ausblenden willst, bietet es sich an, ein Exemplar mit aktiver Geräuschunterdrückung zu wählen. Diese findest du praktisch nur bei True-Wireless-Kopfhörern, da diese für ihre Bluetooth-Verbindung und die eingebauten Verstärker sowieso über Prozessoren und einen Akku verfügen müssen. Auch wenn bei In-Ears die passive Geräuschunterdrückung per Dämpfung baubedingt geringer ausfällt als bei großen Over-Ear-Kopfhörern, ist es erstaunlich, wie gut dich manche In-Ears von der Außenwelt abschotten. Besonders gelobt werden müssen an dieser Stelle die Sony WF-1000XM4, auch die Bose QuietComfort Earbuds II machen einen sehr guten Job.
Kabellose Kopfhörer bieten aber oftmals noch weitere Vorteile: Viele lassen sich per designierter App weiter personalisieren, sodass du dein persönliches Klangprofil erstellen kannst. Auch bieten sie dir oft die Möglichkeit, sie per Tonsignal wiederzufinden. Da die kleinen Knöpfchen nicht mehr mit einem Kabel verbunden sind, kann das äußerst hilfreich sein. Sind sie in Bluetooth-Reichweite kannst du sie per App laute Töne ausspucken lassen. Aber Vorsicht! Dieses Feature solltest du niemals anwenden, wenn du einen oder beide Kopfhörer noch im Ohr stecken hast. Dein Trommelfell wird es dir danken.
Bei der Wahl, ob du Kopfhörer mit Kabel oder ohne bevorzugst spielt vor allem der Komfort eine wichtige Rolle. Wenn du dein Smartphone als Musikquelle verwendest, wirst du in den allermeisten Fällen mit einer Bluetooth-Verbindung besser dastehen.
Das Kopfhörermodul der meisten Handys – also D/A-Wandler und Verstärker – besteht aus günstigsten Bauteilen. Somit wird dein Handy bei kabelgebundenen Kopfhörern für den Klang zum Nadelöhr. Zwar ist auch Bluetooth in den allermeisten Fällen verlustbehaftet, dafür kannst du aber auf die Verstärkereinheit deiner Bluetooth-Kopfhörer setzen. Diese ist genau auf deine Kopfhörer zugeschnitten und holt definitiv das Möglichste aus deinen Kopfhörern heraus.
Es gibt aber auch gute Gründe für In-Ear Kopfhörer mit Kabel. So musst du dir nie Sorgen um einen leeren Akku machen und bist immer und überall startklar, ohne deine Kopfhörer erst mit deinem Handy „pairen“ zu müssen.
Das Non-Plus-Ultra für Apple-Nutzer
Preis (UVP / Straßenpreis): 279 / ca. 200 Euro | Gewicht: 45,6g | Akku-Laufzeit: 4,5h mit ANC, Ladecase bis zu 24h | Schnellladefunktion: 15 Min. Ladezeit für 3 Std. Laufzeit | Bluetooth-Standard: Bluetooth 5.0 | Steuerungs-App: Nein
AirPods Pro nennt sich die Premium-Variante der erfolgreichen erfolgreichen AirPods von Apple. Mit In-Ear Technologie und Active Noise Cancelling setzen sie gegenüber dem Pionier der True Wireless-Kopfhörer nochmal einiges an Qualität obendrauf. Zusätzlich glänzen die AirPods Pro mit tollem Klang und stilvollem Design.
Auch funktioniert die Verbindung mit Apple-Geräten erstklassig, die Batterielaufzeit ist sehr gut und vor allem sitzen die AirPods Pro so angenehm im Ohr, dass man sie fast nicht spürt. Leider ist die Kompatibilität mit Android-Geräten nur bedingt gegeben, sodass man leichte Einbußen in der Klangqualität und in den Einstellungsmöglichkeiten hat. Letztere fallen jedoch auch bei der Verbindung mit dem iPhone recht dürftig aus. Insgesamt sind die Airpods jedoch vor allem für Apple-Nutzer die Wohl beste Wahl am Markt – es sei denn, du setzt auf die teureren aber verbesserten Apple AirPods Pro 2. Generation.
Lies hierzu auch unseren ausführlichen Test zu den AirPods Pro.
Günstiger Preis-Leistungs-Tipp für Android-Nutzer
Preis (UVP / Straßenpreis): 79,99 Euro | Gewicht: 4,6g (Hörer)/ 33,4g (Case) | Akku-Laufzeit: 7h, mit Ladecase bis zu 28h | Schnellladefunktion: 10 Min. Ladezeit für 1 Std. Laufzeit | Bluetooth-Standard: Bluetooth 5.2 | Steuerungs-App: Jabra Sound+
Die Elite 3 sind sehr gelungene In-Ear-Kopfhörer. Nicht nur der Klang überzeugt, sondern auch in puncto Akkulaufzeit oder Tragekomfort können sich die Hörer sehen lassen. Dazu gibt es gute Alltags-Features wie den Transparenz-Modus und die JabraSound+ App.
Einstecken müssen die Hörer aber bei der Ausstattung hinsichtlich der Codecs. So unterstützen die Elite 3 zwar aptX, dafür aber kein AAC, sodass Apple Nutzer*innen leider nur SBC zur Verfügung steht. Dennoch: Bei einem Preis von 80 Euro hat Jabra mit den Elite 3 In-Ear-Kopfhörer aus der Taufe gehoben, die sich zweifelsohne nicht nur in ihrer Preisklasse, sondern auch mit teureren Modellen messen können!
Hier geht es zu unserem Test der Jabra Elite 3.
Preis (UVP / Straßenpreis): 299 Euro | Gewicht: 6g (Hörer)/ 58g (Case) | Akku-Laufzeit: 5h mit ANC, mit Ladecase bis zu 28h | Schnellladefunktion: 10 Min. Ladezeit für 1,5 Std. Laufzeit | Bluetooth-Standard: Bluetooth 5.1 | Steuerungs-App: Sennheiser Smart Control App
Die Sennheiser Momentum True Wireless 2 sind sehr hochwertige In-Ear Kopfhörer. Dies zeigt sich vor allem in dem herausragenden Klang und der schönen Anmutung des Ladecase. Auch die Batterielaufzeit ist gut und die Kopfhörer sitzen angenehm im Ohr.
Einzig das Noise Cancelling sowie das Design der Stöpsel könnte noch etwas besser sein. Insgesamt bekommt man mit den In-Ears von Sennheiser jedoch erstklassige In-Ear Kopfhörer. Mit einem Preis von knapp 300 Euro gehören sie jedoch zu den teureren Geräten.
Für mehr Informationen findest du hier unseren Test der Sennheiser Momentum True Wireless 2.
Die Bose-Kopfhörer für Sportliche
Preis (UVP / Straßenpreis): 200 / ca. 140 Euro | Akku-Laufzeit: 5h, 15h mit Ladecase | Schnellladefunktion: 15 Min. Ladezeit für 2 Stunden Wiedergabe | Bluetooth-Standard: Bluetooth 5.1 | Steuerungs-App: Ja
Gerade beim Workout möchten Viele nicht auf die eigene Musik verzichten. Mit den Bose Sport Earbuds geht das nun auch mit kräftigem Bose-Sound. Wie es sich für sportliche Begleiter gehört, sitzen die Earbuds auch bei heftigen Bewegungen bombenfest aber ohne zu drücken in deinen Ohren. Schweiß und Spritzwasser können ihnen selbstverständlich nichts anhaben.
Das runde Design der in drei Farbvarianten verfügbaren Earbuds weiß ebenso zu gefallen wie die einfache Bedienung durch Touchgesten. Auf aktive Geräuschunterdrückung musst du zwar verzichten, doch wenn es sein muss, drehst du einfach etwas lauter und der klare, bassbetonte Sound treibt zu immer neuen Höchstleistungen an. Die Bose Sport Earbuds haben sich deshalb die Auszeichnung als beste Sport-Kopfhörer von Bose mehr als verdient.
Erfahre mehr in unserem ausführlichen Test zu den Bose Sport Earbuds.
Wenn dir große Bügelkopfhörer zu schwer sind, oder du einfach das Gefühl von Over-Ears nicht magst, bieten dir In-Ears eine leichte Alternative. Mit ihrem geringen Gewicht und der langen Laufzeit eignen sie sich besonders dann für dich, wenn du viel unterwegs bist und große Kopfhörer zu sperrig werden.
Auch ihr ANC kann sich inzwischen teilweise wirkliche sehen lassen, reicht aber meistens bauartbedingt nicht an das von Over-Ears heran. Nichtsdestotrotz machen sie auch beim Klang oftmals eine fantastische Figur. Wenn du also auf einfache Art Musik hören willst und nebenbei noch auf Sprachassistenten und Apps zugreifen willst, sind In-Ears die ideale Wahl für dich.
Wenn es dir auf noch besseren Sound ankommt, kannst du entweder auf HiFi-Kopfhörer oder ohrumschließende Bluetooth-Kopfhörer zurückgreifen. Mit der Funktionsvielfalt von In-Ears können diese aber nur teilweise mithalten.
Welche In-Ear-Kopfhörer gefallen dir am besten? Was ist dir bei deinen Kopfhörern am wichtigsten? Schreib es uns in die Kommentare!